Für die in die Jahre gekommene Johann-Strauß-Grundschule in Augsburg-Haunstetten wird derzeit ein Ersatz-Neubau – ein Bildungshaus mit Ganztagesangebot errichtet. Eine vierzügige Grundschule mit 17 Klassen und 425 Schülerinnen und Schülern entsteht.
In diesem Zuge wird das künftige Grundstück des Schulgeländes neu konzipiert, die Grenzen neu definiert und die Freiflächen vollumfänglich neu gestaltet.
Die Bestandsschule, auf der westlichen Hälfte des Grundstückes gelegen, liegt ca. 2 m über dem östlichen Teil, auf dem die neue Schule errichtet wird.
In der geplanten Freiflächenkonzeption werden sämtliche Außenanlagen auf Ebene des Gebäudeniveaus zusammengelegt. Der Höhenunterschied zum westlich angrenzenden Grundstück wird teils mit einer Stützwand, teils über Böschungen abgefangen. So entstehen großzügige, barrierefreie und zusammenhängende Freiflächen.
Auf einer Fläche von insgesamt rund 17.500 m² sind Funktionsflächen mit Nebengebäuden, Pausenhöfe sowie Sport- und Spielflächen geplant:
Sportanlagen
Die einzelnen Sportanlagen werden platzsparend, sehr kompakt in räumlichem Zusammenhang im Westen angeordnet. Laufbahn und Anlaufstrecke für die Weitsprunganlage werden kombiniert. Der Allwetterplatz – mit Markierung des kleineren Basketballfeldes – ist von außen mit einem eigenen Tor zugänglich und zum Pausenhof hin mit einem Ballfangzaun abgetrennt.
Pausenhof
In zentraler Lage wird ein Pausenhof angedacht, der räumlich eingefasst ist durch die beiden Schenkel des L-förmigen Gebäudes. Auf ihn führen von mehreren Seiten die Ausgänge hinaus und hinunter.
Ein sogenanntes Aktionsband bildet das Rückgrat des Schulhofes, hier wird ein abwechslungsreiches Spiel- und Bewegungsangebot gemacht. Zusammen mit dem großen Sandplatz und Holzpodesten, einer sogenannten Baustelle sowie dem anschließenden „Treffpunkt“ entsteht eine gestalterische Einheit.
Die „Baustelle“ stellt einen eher naturnahen Bereich dar, der sich auch verändern darf; lose Materialien wie Sand, Steine, Kies, Holz oder auch Bereiche mit offener Erde dominieren. Der Bewuchs ist entsprechend „wild“ und kann nur extensiv gepflegt werden. Ein Wasserlauf, gespeist von einer Pumpe verläuft durch eine leicht bewegte Topografie.
Die zahlreichen Bestandsbäume werden in die Gestaltung integriert. So entstehen neben den Spiel- und Bewegungsflächen auch ruhige Bereiche zum Rückzug, die „grünen Inseln“, Aufenthalt unter Bäumen.
Die Flächen dazwischen sind verbunden durch einen zusammenhängenden Pflasterbelag, der je nach Bedeutung der Freiflächen ein größeres (repräsentativ) bzw. mittleres bis hin zu einem kleineren (rein funktional) Pflasterformat aufweist.
Die Zonen im Norden und Süden dienen der Erschließung mit Anordnung der funktionalen Einrichtungen, wie z. B. den Fahrradabstellanlagen in unmittelbarer Nähe der Tore, im Norden unter einem überdachten Unterstand, im Süden entlang des Gebäudes, überdacht durch die Balkone, oder den Nebengebäuden für die Pflegefahrzeuge und Spielgeräte.
Außerhalb des Grundstücks wird ein neuer Fuß- und Radweg angelegt, der gleichzeitig als Feuerwehrzufahrt dient.