Der ca. 9.000 m² große, neu angelegte Park „Altmühlaue“ entstand auf dem Areal zwischen Weißenburger Straße und der Altmühl nördlich des Herzogsteges am Rande der Altstadt von Eichstätt. Im Zuge der Konversion dieses ehemaligen Bahngeländes wurden hier Flächen frei, die brach lagen.
Zwischenzeitlich entstanden im direkten Umfeld u. a. neue Wohn-, Gewerbe- und Verwaltungsbauten, die sogenannte Spitalstadt, die direkt westlich an den Park anschließt.
Mit der Entwicklung von attraktiven Grünflächen sollten im Einzelnen folgende Ziele umgesetzt werden
- Wiederherstellung bzw. Verbesserung der verschiedenen Fuß- und Radwegeverbindungen in die Altstadt / zum Stadtbahnhof / zum Freiwasserparkplatz / Altmühltal-Radweg / zu den Bootsanlegestellen.
- Steigerung der Attraktivität des Bootswandern / Verbesserung der angebotenen Infrastruktur (Anlegestellen, Stege, Lagerflächen Kanus, etc.)
- Schaffung von Haltepunkten für den Rad- und Bootstourismus
- Schaffung von Naherholungs- und Aufenthaltsflächen am Fluss in unmittelbarer Nähe zur Altstadt
- Schaffung von Angeboten zur Versorgung (Gastronomie)
- Schaffung von kulturellen Angeboten (Naturbühne für Veranstaltungen; Treffpunkt für Stadtführungen)
- Schaffung von Spiel- und Sportangeboten für jedes Alter
- Schaffung von naturnahen Wiesenflächen
Gestaltungskonzept
Zwei Wege erschließen die Flächen: der obere, eher funktionale Weg, wird als Teil des überregionalen Radwanderweges Altmühltal, am nördlichen Rand des Parkes geführt. Getrennt davon verläuft der untere Weg als reiner Fußweg immer der Altmühl entlang und stellt als solcher ein wesentliches Element der Parkgestaltung dar. Er dient der Bewegung, dem Aufenthalt und als Treffpunkt und ist entsprechend hochwertig gestaltet:
Als geschwungenes Band in unterschiedlicher Breite zieht er sich durch den Park hindurch. Er erfährt Aufweitungen und Einengungen, er öffnet sich zum Platz und führt hin zu Aufenthalts- und Spielbereichen.
In der Mitte wurde ein breites Band mit gut begehbaren Betonplatten angelegt, rechts und links davon wechseln sich Streifen mit Granitpflaster oder / und Streifen aus wassergebundener Wegedecke ab, die in sich verzahnen mit den Wiesen- und den Böschungsflächen.
Letztere wurden deutlich abgeflacht, um einen Zugang und Aufenthalt zum und am Wasser zu ermöglichen. Zum Ein- und Ausstieg für den Ruder- und Kanuverkehr wurden an zwei Stellen Holzstege hergestellt, die gleichzeitig ein Sitzen am Wasser ermöglichen.
Ein Spielbereich für Kleinkinder sowie eine Spiellandschaft für größere Kinder mit Inklusionsangebot wurde in die Auenlandschaft integriert.
Sitzmöglichkeiten aus niedrigen Mäuerchen aus farbigem Stampfbeton in unterschiedlicher Form und Länge ziehen sich als wiederholendes Element durch den Park, wegebegleitend oder im Umfeld der Spielbereiche.
Am Übergang vom Herzogsteg, quasi am Eingang zum Park, wurde eine kleine, baumüberstandene Platzfläche als Treffpunkt für Stadtführungen ausgebildet; diese geht über in den als Teil des Parkes angelegten Biergarten. Kastanien und eine erhöhte Fläche, die als Bühne für Konzerte genutzt wird, sind prägende Elemente.