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St 2035 Ortsumfahrung Nassenfels

Freistaat Bayern / Staatliches Bauamt Ingolstadt

Landschaftliche Begleitplanung zum Vorentwurf
Planung: 2017
Länge: ca. 2 km
Ingenieurplanung: Staatliches Bauamt Ingolstadt
in Zusammenarbeit mit:
ÖFA Schwabach (Artenschutz)

Die Gemeinde Nassenfels hat ein starkes Wachstum des Verkehrsaufkommens zu verzeichnen. Ursache für die starke Belastung ist der Verlauf der Staatsstraße St 2035 als Verbindung der Städte Eichstätt und Neuburg/Donau mit Anbindung der Stadt Ingolstadt über die Kreisstraße EI 15 durch den Marktkern. Das Staatliche Bauamt Ingolstadt plant aus diesem Grund für den Markt Nassenfels im Landkreis Eichstätt eine Verlegung der Staatsstraße St 2035 als westliche Ortsumfahrung.

Im Zuge der Landschaftlichen Begleitplanung wurden folgende Aufgaben bearbeitet:
- Erfassung und Bewertung des Zustands von Natur und Landschaft
- Aufzeigen der zu erwartenden Auswirkungen des Bauvorhabens auf Naturhaushalt und Landschaftsbild
- Überprüfung der technischen Planung mit dem Ziel der Konfliktminimierung und -vermeidung
- Erarbeitung eines Maßnahmenkonzeptes zum Ausgleich der Eingriffe in Natur und Landschaft sowie zur Einbindung der Trasse in das Landschaftsgefüge

Aufgrund der Dominanz der landwirtschaftlichen Nutzung (große Ackerflächen) handelt es sich bei den Eingriffen durch den Bau der Ortsumfahrung Nassenfels überwiegend um Beeinträchtigungen an wiederherstellbaren Biotoptypen, wie Straßenbegleitgrün, Ackerflächen, und Gehölzbeständen. Als nicht wiederherstellbarer Biotoptyp ist kleinflächig ein Kalkmagerrasenbiotop betroffen. Durch entsprechende Ersatzmaßnahmen kann der Eingriff aber kompensiert werden.

Die Ortsumfahrung Nassenfels wird durch folgende Maßnahmen in die umgebende Landschaft eingebunden:
- Einzelbaumpflanzungen zur Betonung der querenden Wegeverbindungen (Neuburger Straße, Holzweg, Eichstätter Straße)
- Pflanzung einer straßenbegleitenden Hecke zur Abschirmung des angrenzenden Ortsrandes von Nassenfels
- Entwicklung von artenreichen Säumen auf den Einschnittsböschungen als Lebensraum für Insekten der Feldflur
- Verzicht auf Gehölzpflanzungen entlang der Ortsumfahrung, um deren Trennwirkung auf die Landschaft zu vermindern.

Geobasisdaten: © Bayerische Vermessungsverwaltung 2020